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DJ Short-Cut – Mehr als nur ein Hip-Hop-DJ

DJ Short-Cut – Mehr als nur ein Hip-Hop-DJ

10. November 2017

 

DJ Short-Cut ist Hip-Hop-DJ aus Leidenschaft. Aufgewachsen in der Nähe von Würzburg hat er schon früh den Einfluss der dort stationierten US-GIs aufgesaugt aber auch die deutschen Einflüsse aus Hamburg, Stuttgart und Berlin verinnerlicht. Heute legt er nicht nur in den ansässigen Clubs auf, sondern hat vor kurzem sein erstes Free-Album als Produzent veröffentlicht. Wir haben ihn getroffen um über Equipment, Club-Kultur und Hip-Hop zu sprechen

Mix&scratch: Was war für dich die Initialzündung zu sagen „Ich werde DJ!“?

DJ Short-Cut: Das ging ungefähr 1998 oder 1999 los mit ungefähr 15 Jahren. Es kam eine große Hip-Hop-Welle und wir haben die erste eigene Crew gegründet. Jeder hat versucht sich irgendwie einzubringen. Es gab die Leute die gesprüht haben, es gab die Leute die gebreaked haben, oder es zumindest versuchten. Das war aber alles nicht zu hundert Prozent mein Fall und so bin ich irgendwann beim auflegen und produzieren gelandet. Natürlich im sehr kleinen Massstab. HipHop-Ejay und solche Sachen. Aber ich habe angefangen mich mit dem Thema auseinander zu setzten.

Mix&scratch: Welches Equipment kam am Anfang zum Einsatz und war es Digital oder Vinyl?

DJ Short-Cut: Das war natürlich Vinyl. Bezahlbare Digital-Lösungen gab es damals noch gar nicht. Das Setup war ganz klassisch mit zwei Turntables und einem Mixer. Dazu noch ein Live-Mikrofon und schon konnten die Freestyle-Cyphers los gehen. Ich war dann der jenige der die Beats für die Freestyles geliefert hat. Anfangs sogar noch mit Riemenplattenspielern. Das war dann natürlich tricky und hat Übergänge zu einer ziemlichen Herausforderung gemacht. Aber für aufwendigeres Equipment war erstmal nicht das Geld da. Ich erinnere mich auf jeden Fall noch, dass sowohl Mixer als auch Plattenspieler anfangs von Omnitronic gewesen sind. Da ich nahezu jeden Tag geübt habe und scratchte wie ein Gestörter mussten dann auch häufig Ersatz-Fader angeschafft werden.

Mix&scratch: Was ist heute das Equipment deiner Wahl?

DJ Short-Cut: Ich nutze nun schon seit Jahren Traktor als DVS-System. Ich hatte schon eine recht frühe Version die noch mit den MK1-Vinyls lief und nutze derzeit die aktuelle. Im Studio habe ich mit dem Kontrol-Z2 auch einen Traktor-Mixer. Der kommt mehr sehr zu gute wenn ich im Studio Scratches aufnehmen möchte. Dann muss ich nicht jedesmal die externe Soundkarte, die ich für die Club-Gigs im Gepäck habe, auspacken sondern kann gleich los legen. Im Club bin ich kein Fan davon wenn einen Mixer mit integrierter Soundkarte mitzubringen. Dann muss man den vorhanden Mixer erstmal abbauen und irgendwie zu Seite schaffen. Meistens stehen im Club Pioneer-Mixer und die benutze ich dann auch gerne und hänge nur den X-1 dran.

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