Interviews

HANNE & LORE – Aus dem Bauch heraus

HANNE & LORE – Aus dem Bauch heraus

17. Oktober 2014

Steffen Neuhaus & Stefan Helmke sind Hanne & Lore, das aus Deutschland stammende Duo, welches bereits seit Jahren einen individuellen und unkonventionellen Sound hervorbringt. Im Laufe der Zeit haben sie sich sowohl mit eigenen Veranstaltungen als auch der Labelarbeit stets der Musik verpflichtet, dabei jedoch den größten Teil ihrer Zeit ins DJing und in das Erschaffen ihres Sounds gesteckt. Inspiration finden sie in Zeitgeist und Musik der 80er und 90er Jahre, ob nun in Fashion, der Skateboarding-szene oder in Video Games aus dieser spannenden Ära. Der Sound von Hanne & Lore gleicht einer Kollage aus verschiedenen Ideen und Ansätzen, ob nun Drums, Vocals oder Melodieparts. Sketches und Snippets werden unterwegs im Alltagsgeschehen einfach aufgezeichnet und dann später im Studio bearbeitet und zu Tracks wie Malena, Supergirl oder Blah gefeilt.
Hanne & Lore spielten bereits in angesagten Clubs wie Ego Club, Tresor, Harry Klein, Flex, Hive oder dem Watergate als auch auf Festivals wie das Nature One, Rave on Snow, Nation of Gondwana und dem Helene Beach Festival und vielen weiteren Events. Der Kalender für 2014 ist gut bestückt, darunter diverse internationale Bookings, unter anderem in den USA und dem wohl mit wichtigsten City Festival ADE in Amsterdam.
mix&scratch spracht mit den beiden über ihre Leidenschaft zur Musik und ihre Einflüsse.

mix&scratch: Wenn ihr ein wenig zurückschaut, was hat euch den letzten Kick gegeben euch voll & ganz der Musik zu verschreiben?

Steffen: Die Idee bzw. der Wunsch entsprang bereits 1985 als ich im Alter von 8 Jahren mein ersten Synthesizer bekam … von dort an wurde improvisiert, komponiert & naiv davon geträumt später mal als Popstar auf der Bühne sein Geld zu verdienen….. nun, es kam ein ganz bisschen anders, aber ist trotzdem wunderbar!

Stefan: Ich hab schon ende der 90er mein Studium abgebrochen, einen Plattenladen eröffnet, viel aufgelegt und Veranstaltungen gemacht. Mit den Veranstaltungen war es irgendwann vorbei, der Plattenladen ist Pleite gegangen, aber das Auflegen bleibt!

mix&scratch: Könnt ihr uns einen kleinen Überblick über euren technischen Fuhrpark geben?

Steffen: Der technische Fuhrpark ist in den letzten 10 Jahren gerade durch die Zunahme an workflowfördernden Tools & Plug-Ins auf Rechnerebene schon enorm geschrumpft.Ich habe mit 12 Jahren mit einem Atari ST und Cubase angefangen – da gab es kein Audio Recording oder Editing am Rechner, keine Plug-Ins oder Ähnliches. Für jeden geilen Sound der gerade angesagt war, brauchte man entweder genau die Kiste die es konnte oder halt einen vernünftigen Sampler und viel teuren Arbeitsspeicher. Somit musste man im Sommer in stinkenden, heißen Lagerhallen 4 Wochen Schulferien verballern, damit man sich von dem verdienten Geld wieder ein Schätzchen mehr leisten konnte und seine Produktionsqualität wieder einen Step voranschieben konnte. Kaum noch vorstellbar heute.
Aktuell besteht das Studio aus einem Mac Pro, mittlerweile kein Cubase mehr sondern Ableton live. Abhöre von Adam, Genelec & Yamaha, einem Dangerous Monitor ST Controller, 2 Masterkeyboards, einem Roland e-drum Kit, einem Trigger Finger Pro 2 von m-audio sowie 2-3 Schätzchen von denen man sich dann doch nicht trennen wollte (Crumar ds2, Moog Liberation, Yamaha dx7).

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