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Native Instruments veröffentlicht Stem Creator-Anwendung

Native Instruments veröffentlicht Stem Creator-Anwendung

2. Oktober 2015

Native Instruments freut sich die Veröffentlichung der offiziellen Vollversion des Stem Creator bekannt geben zu können – der ersten Standalone-Anwendung, die speziell zur Erzeugung von Stem-Dateien entwickelt wurde. Stem Creator ist unter stems-music.com als kostenloser Download erhältlich und ermöglicht sowohl eine einfache Erstellung von Stem-Dateien über eine Drag-and-drop-Bedienoberfläche als auch Mastering-Funktionen zur klanglichen Feinabstimmung. Mit Stems können Produzenten, DJs, Labels und Online Stores eigene Stem-Dateien erzeugen. Eine Stem-Datei enthält einen Track, der in vier musikalische Elemente unterteilt ist: etwa eine Drums-Spur, eine Bass-Spur, eine Melodie-Spur und eine Vocal-Spur. Jedes dieser „Stems“ lässt sich individuell steuern, wodurch sich im Handumdrehen neue Mixe, Mash-ups, Instrumentals, A Capellas und mehr erstellen lassen.

Stem Creator dient speziell der Verarbeitung von Audiodateien in das vierkanalige .stem.mp4-Format und vereinheitlicht die Erstellung von Stem-Dateien über eine intuitive und benutzerfreundliche Bedienoberfläche. Um eine Stem-Datei zu erstellen, müssen zunächst vier isolierte musikalische Spuren eines Tracks sowie eine finale, abgemischte Master-Spur in einer DAW oder Audio-Editor-Software vorbereitet und exportiert werden – insgesamt fünf unkomprimierte Spuren. Die einzelnen Dateien werden anschließend in die Stem Creator-Anwendung importiert und mithilfe der integrierten Limiter- und Kompressor-Module an die Lautstärke und das Dynamikverhalten des Stereo-Masters angeglichen. Standard-Metadaten wie Tracktitel, Künstlernamen und Albumtitel sowie erweiterte Einstellungen wie einzelne Stem-Bezeichnungen und –Farben, Katalognummer und Albumcover können vor dem finalen Export der Stem-Datei im Stem Creator bearbeitet werden.

Der kostenlose Stem Creator ist ab sofort unter stems-music.com zum kostenlosen Download erhältlich und enthält Leitfäden und Dokumentation für alle potenziellen Benutzer wie beispielsweise Produzenten oder Labels. Ebenfalls wird im späteren Verlauf des Jahres ein spezielles Developer-Toolkit der Anwendung mit Spezifikationen, Code-Beispielen und der gesamten DSP-Library über stems-music.com veröffentlicht werden. Mithilfe des Developer-Toolkits können Entwickler ihre zukünftigen Hard- und Software-Produkte um Stems-Funktionalitäten erweitern.

Native Instruments‘ DJ-Software TRAKTOR PRO 2 bietet seit kurzem Stems-Unterstützung und damit sofortige Plug-and-play-Konnektivität mit TRAKTOR KONTROL S8, S5, D2 und F1 – den weltweit ersten Stems-kompatiblen DJ-Controllern.

Um das Signal der unkomprimierten Stems bestmöglich an die fertiggestellte Master-Spur anzugleichen, kann vor dem Export zwischen dem integrierten Echtzeit-Kompressor- und –Limiter-Signal und dem Stereo-Signal der Master-Spur umgeschaltet werden. Auf die individuellen Track-Spuren sollte vor dem Import in Stem Creator das gleiche Equalizer- und Stereo-Imaging-Processing angewandt werden wie auf die Stereo-Master-Spur. Der Limiter und Kompressor des Stem Creator dienen lediglich der finalen Dynamik-Verarbeitung.

Stem-Dateien nutzen das .mp4-Containerformat, um die vier einzelnen Stems eines Tracks in einer einzigen Datei zusammenzufassen. Diese Datei besitzt die Endung .stem.mp4 und lässt sich wie eine mp3-Datei nutzen. Stem-Dateien enthalten zusätzlich eine Standard-Master-Version des Tracks, die sich mit jedem mp4-kompatiblen Audio-Player (beispielsweise iTunes) stereo abspielen lässt. Zur Wiedergabe der einzelnen Stems ist Stems-kompatible Software oder Hardware erforderlich.

www.stems-music.com