Testberichte

Numark NS7II – Controlling mit Analogen Feeling

Numark NS7II – Controlling mit Analogen Feeling

15. April 2014

Schon die erste Auflage des NS7 überzeugte sowohl DJs, als auch die Fachpresse hinsichtlich Ausstattung und vinylgetreuer Haptik. Er zählte seinerzeit zu den ersten DJ-Controllern mit motorangetriebenen Plattentellern. Mit der überarbeiteten Version des Flaggschiffs, die auf das Kommando der Software Serato DJ hört, reist der Hersteller Numark zu neuen Ufern, voll nach dem Geschmack und den Bedürfnissen professioneller DJs. Ob und wie es Numark gelingt, den Erwartungen dieser anspruchsvollen Zielgruppe gerecht zu werden, dem sind wir in einem Test auf die Spur gegangen.

Allein mit einem Gewicht von über fünfzehn Kilogramm platziert sich der NS7II per Superlativ im Segment professionellen DJ-Equipments. Einfach den Controller unter dem Arm geklemmt und zum Gig transportieren? Unmöglich. Schließlich würden einem auch die imposanten Maße des massiven, hochwertigen Metallgehäuses, das zusätzlich an Kanten und Boden mit einer Aluplatte verstärkt ist, schnell an die Grenzen bringen. Dies trifft auch für den mobilen DJ-Betrieb zu, im DJ-Pult oder auf Bühnen, denn für den NS7II sind mindestens 76,2 mal 40,5 Zentimeter einzuräumen. Aber ist der NS7II erst einmal platziert, fühlt man sich wie vor einer Kommandozentrale des Raumschiffs Enterprise. Die Motoren und der Lüfter werden gestartet, man ist bereit für den „Take Off“.

Die Plattenteller dienen gleichzeitig auch als Jog-Wheels

Die Plattenteller dienen gleichzeitig auch als Jog-Wheels

Hinsichtlich seiner Bedienoberfläche ist der NS7II auf die Software Serato DJ optimiert und entsprechend vorgemappt. Damit können wir nach dem Anschluss des Laptops mit installierter Software samt Treiber an die rückseitig platzierte USB-Buchse sofort loslegen, ohne zeitaufwendiges Konfigurieren des Setups. Für weitere Quellen, wahlweise auf Phono oder Line umschaltbar, stehen am Backpanel vier Cinch-Eingänge zur Verfügung , die somit auch den Betrieb der Konsole als Stand-Alone-Mixer erlauben. Auch die Anschlussmöglichkeit von zwei Mikrofonen über jeweils eine XLR-Klinken-Buchse untermauert seinen professionellen DJ-Einsatz. Zwei Master-Ausgänge, wahlweise per symmetrischen XLR oder Cinch, und einer für Monitoring auf Cinch-Basis leiten das Signal für die externe Wiedergabe weiter. Am Frontpanel befindet sich neben dem Mikrofoneingang samt getrenntem Höhen- und Tiefen- beziehungsweise Pegelregler die Kopfhörersektion mit Split-Schalter und Poti zum stufenlosen Zumischen des Mastersignals zu dem des Kopfhörers. In der Mitte der Frontzeile lässt sich der Crossfader auf die einzelnen Kanäle zuweisen und in seiner Kurve stufenlos justieren.

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