Testberichte

Pioneer PLX-1000 – Must Have?

Pioneer PLX-1000 – Must Have?

4. Dezember 2014

Vier Jahre nach dem offiziellen Produktionsstop der Technics SL-1200/10-MK2-M5G-Baureihe wagt sich Pioneer an dessen schweres Erbe, eine Generation angeblich kaum über den tellerrandschauender und voreingenommener Plattenauflegern von ihrem neuen Schallplattenspieler zu überzeugen. Bereits in den 1990ern überholte Pioneer im Segment der Mixer und CD-Player die damaligen Marktführer. Wird Pioneer auch auf dem Vinyl diese Erfolgsspur mit dem PLX-1000 halten oder einen Kratzer erleiden?

Einen neuen Markt erobert man meistens nur mit innovativen Features, wie einst die Loops und das Master-Tempo der ersten Stand-Alone-CD-Player oder die revolutionäre Effekt-Sektion eines nicht 19-Zoll-großen DJ-Mixers. Mit ihrem neuesten Tool, dem DJ-Plattenspieler PLX-1000, tischt Pioneer hingegen Bewährtes auf und schlägt damit einen völlig anderen Weg ein. Zu Recht, denn bisher konnten sich die innovativsten Schallplattenspieler anderer Hersteller nur bei den Turntablisten und Bedroom-DJs durchsetzen. Im professionellen Bereich, sei es in Clubs, auf Festivals oder Events, dominieren nach wie vor die Geräte von Technics. Um allerdings deren mitunter desaströse Zustände keine weitere Verjüngungskur zuzumuten, bedarf es einer Alternative, mit der DJs auf Anhieb zurecht kommen, und einer Marke, den DJs vertrauen – dem PLX-1000 von Pioneer.

Pioneer PLX-1000

Pioneer PLX-1000

Das sehr gut verarbeitete Chassis des PLX-1000 präsentiert sich robust und massiv. Mit 13,1 Kilogramm Gewicht liegt es wie Blei auf den DJ-Pulten. Zusammen mit dem isolierten S-Tonarm dämpft es störende Vibrationen und somit Einstreuungen. Optisch verbindet der PLX-1000 ein altbekanntes Turntable-Design mit der für Pioneer typischen mattschwarzen Oberfläche, den Tasten und der Beleuchtung, um sich an ihre  Produktpalette perfekt anzupassen. Die typische Anordnung der Elemente erlaubt dem Umgang ohne Umstellungen. Ob Netzschalter samt Stroboskoplampe, die Geschwindigkeitsumschalter von 33 auf 45 Umdrehungen, der zehn Zentimeter lange Pitch-Control oder der Tonarm inklusive seiner Einstellungsmöglichkeiten, alles befindet sich am gewohnten Platz. Nur um die einstellbare Pitch-Range von acht, sechzehn und fünfzig Prozent wurde die Ausstattung gegenüber dem bisherigen Platzhirschen erweitert. Auf einen zweiten Start-Stopp-Knopf oder die Justierrädchen für Brake und Torque verzichtete Pioneer.

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