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Psaiko.Dino – „Ich bin total unreal“

Psaiko.Dino – „Ich bin total unreal“

20. Januar 2014

Seit rund drei Jahren mischt ein Hip-Hopper die nationale Musikbranche ziemlich auf. Ohne Hass-geprägten Gangster-Rap, sondern mit eingängigen Melodien und netten Texten begeistert „Cro“ seine Fans und Kritiker. Doch zu jedem guten MC, was die Abkürzung für Microphone Checker ist, gehört auch ein ambitionierter DJ. Im Fall von Cro ist das Markus Brückner aka Psaiko.Dino. Wir haben den symphatischen DJ beim Konzert von Cro in Oldenburg getroffen.

mix&scratch: Zuerst würde uns natürlich brennend interessieren, wie du überhaupt auf den Künstlernamen Psaiko.Dino gekommen bist?
Psaiko.Dino: Da muss ich auf jeden Fall ganz schön weit ausholen. Ich habe vor vielen Jahren etwas mit Graffiti zu tun gehabt und dort eigentlich immer kleine Dinos gemalt. In dieser Zeit habe ich dann auch viele Rapper, MCs und DJs kennen- gelernt. Jeder hatte einen Künstlernamen und den wollte ich natürlich auch haben. Es war mir aber schnell klar, dass ich irgendetwas mit Dinos möchte und einen Namen, der sich reimt. So kam dann am Ende Psaiko.Dino raus. Und ich finde, das geht ziemlich locker von der Zunge.

mix&scratch: Und wie kam es dann zu der Schreibweise?
Psaiko.Dino: Ich wollte auf jeden Fall eine ungewöhnliche Schreibweise für meinen Namen. So ist Psaiko.Dino entstanden und es sieht echt gut aus. Nur beim Schreiben von Autogrammen ist es manchmal etwas nervig, da der Name so lang ist. Carlo, also Cro, schreibt drei Autogramme in der Zeit, in der ich nur eins schreiben kann.Psaiko.Dino

mix&scratch: Wenn du schon seit vielen Jahren in der Graffiti-Szene tätig bist, hast du auch schon mit dem DJing in der Vergangenheit Berührungspunkte gehabt?
Psaiko.Dino: Nein, damit hatte ich bis vor kurzem noch gar nichts zu tun. Ich würde auch sagen, dass ich total unreal bin. Carlo und ich waren schon seit langem ein Team und dann kamen irgendwann der Erfolg und der Hype um Cro. Unser Management, Chimperator Productions, kam auf uns zu und sagte „Ihr geht auf Tournee“. Damit war auch klar, dass ich mir das DJing aneignen musste und darum bin ich jetzt dort angekommen, wo ich heute stehe. Ich war zwar früher auch immer an Platten interessiert und habe mich viel mit Musik und Hip-Hop beschäftigt, aber aufgelegt habe ich vorher nicht.

mix&scratch: Da stehst du dann ja aber eher in der zweiten Reihe. Ist das ein Problem für dich?
Psaiko.Dino: Das ist absolut kein Problem, sondern eher noch nach meinem Geschmack. Ich finde es super, auf Tournee zu sein und auf der Bühne zu stehen. Ich wollte aber nie ganz vorne sein, sondern lieber in der zweiten Reihe stehen. Carlo und ich ergänzen uns da wirklich gut.

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