Testberichte

Rane „MP2015“ – Den Dreh raus haben

Rane „MP2015“ – Den Dreh raus haben

14. Juli 2015

Back to Basics – Bereits 2011 war die Idee eines klassischen Clubmixers bei Rane geboren. Doch erst zwei Jahre später trug die Idee Früchte, die sie mit dem Launch des MP2015 ernten. Seine Bezeichnung versteht sich nicht nur als Hommage an den legendären MP2016, sondern steht auch für dessen Releasejahr und seine insgesamt fünf Kanäle, dessen Navigation ausschließlich über Drehpoties erfolgt. Vor allem House-DJs wird dies erfreuen, zumal der Mixer dank verschiedener Filter, einer Isolator EQ Sektion für den Master und einem Submix-Kanal zum ständigen Schrauben einlädt. Einen DJ-Mixer komplett mit Drehreglern auszustatten, ist nicht neu, aber doch selten. Schließlich tauschten neben Rane mit ihrem MP2016 auch andere Firmen wie Urei, Vestax oder Bozak in ihren Mixern die sechzig Millimeter langen Fader gegen Rotaries aus. Auch Allen&Heath bot wahlweise den XONE:92 mit herkömmlichen, als auch mit drehbaren Fadern an. Ranes MP2015 möchte aber nicht nur die 120 BPM-Fraktion mit einem Dreh ansprechen, sondern vielmehr auch Möglichkeiten zum handlichen Modulieren bieten. Entsprechend arbeitete Rane mit verschiedenen Top-DJs und Referenzclubs zusammen, um einen klassischen Club-Mixer der Neuzeit zu entwickeln.

Die Holzzarge zitiert dier 1970er und 80er Jahre

Die Holzzarge zitiert dier 1970er und 80er Jahre

Der MP2015 zitiert mit seiner Holzzarge Mixer der 1970er und 80er Jahre. Sehr schick anzusehen, besonders mit der seitlichen Rane-Prägung. Das trotz der vielen Knöpfe übersichtlich gehaltene Bedienungspanel ist aus robustem, mattschwarzem Metall, das in Kombination der sehr hochwertigen, massiven, hervorstechenden und griffigen Drehknöpfe dem Mixer eine sehr smarte Optik verleiht. Neben den vier Kanälen, die wahlweise auf Phono-/Line-Signal, Aux- oder USB-1 beziehungsweise USB-2 geschaltet werden, steht ein weiterer Ein- und Ausgang für eine Session bereit. Audio-Zuspieler schließt man am Backpanel entweder per Cinch- oder S/PDIF an. Um auch externe Effekte einzuspeisen, befindet sich zudem ein Send- und Return auf Cinch-Basis. Sie werden über FX-Loop aktiviert und können entweder den Submix- oder Masterkanal je nach eingestellter Intensität modifizieren. Die Anschlüsse für Mikrofon, eine kombinierte XLR-6,3-Millimeter-Buchse und die Ausgänge für Monitor (6,3 Millimeter Klinkenbuchse) beziehungsweise Master (symmetrischer XLR) schließen die Rückseite des Mixers ab.

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