Reportagen

Time Warp – Gefangen in der Zeitschleife

Time Warp – Gefangen in der Zeitschleife

12. Februar 2014

„Gude Laune, aldaaaa“ – diese Kultparole, die hierzulande jedem Raver wohlbekannt ist, hatte ihren Ursprung auf einem der größten Indoor-Festivals der Welt, der Time Warp,  welche auch dieses Jahr wieder in der Mainmarkthalle in Mannheim stattfand. mix&scratch war für euch vor Ort. Wie alle Festivals dieser Größenordnung hatte natürlich auch dieses ihre Anfänge in wesentlich kleineren Dimensionen. 1994 lief die erste Scheibe, wohl noch garantiert eine Vinyl,  bei einer Time Warp. Zu dieser Zeit noch in der Walzmühle in Ludwigshafen. Mit der stetig wachsenden Gemeinde reichte der Platz dort schon einige Jahre später nicht mehr aus und so ging der Weg nach Mannheim.

Einige MMX Spots von Robe sorgten für  passende Lichtstimmungen

Einige MMX Spots von Robe sorgten für
passende Lichtstimmungen

38 DJs beziehungsweise DJ-Teams und fünf Live-Acts hatten die verantwortungsvolle Aufgabe, mehr als 15.000 tanzwütige Fans der elektronischen Tanzmusik aus allen Ländern glücklich zu machen.  Diese wurde selbstverständlich mit Bravour gemeistert. Denn für die Creme de la Creme der nationalen und internationalen Szene wie Lexy & K-Paul, Carl Cox, Chris Liebing, Monika Kruse, Richie Hawtin, Pan-Pot, Alle Farben und viele mehr ist dies sicherlich keine neue Herausforderung, obgleich trotzdem jedes Mal wieder etwas ganz Besonderes.

Ein Wechsel zwischen kalt- und warm-weißen Licht erzeugte eine besondere Stimmung

Ein Wechsel zwischen kalt- und warm-weißen Licht erzeugte eine besondere Stimmung

Gefeiert wurde von 19.30 Uhr bis zum nächsten Tag, 14.00 Uhr. Da nicht jedermann so viel Durchhaltevermögen mitgebracht hatte, konnte man als früher Vogel sogar ab 05.00 an der Abendkasse für das eigentlich ausverkaufte Event noch einen Eintritt für restlichen Stunden ergattern – das sogenannte Early-Morning-Ticket konnte man aber auch so im Vorverkauf ordern.

Passierte man den Haupteingang, tauschte man zunächst sein echtes Geld gegen die Time-Warp-eigene Währung in Form eines Abrissstreifens. Dies sparte Zeit bei den Bars in den Floors und man kam schnell an sein Getränk. Praktisch „um´s Eck“ öffnete sich anschließend eine rund 250 Meter lange und  zwanzig Meter breite Gasse, ähnlich einer Fußgängerzone. Links und rechts gelangte man dann zu je einem der drei Floors (insgesamt also sechs) und einer Chill-Out-Halle ohne Beschallung mit der Möglichkeit, sich zur Stärkung etwas Essbares zu besorgen und mit einem Info-Stand.

Der wohl mit Verständnis ausgeklügelte Time-Table, verteilt auf den oben erwähnten sechs Floors, sorgte dafür, dass jede Halle zur gleichen Zeit seinen eigenen Stil beziehungsweise sogar sein eigenes Subgenre der elektronischen Musik lieferte. Melodisch, Progressiv, Groovig, Mininmal, Technoid und so weiter – der Faktor Uhrzeit spielte dabei natürlich auch eine große Rolle. Dies sorgte für eine angenehme Bewegung auf dem Festival-Gelände und einen stetigen Austausch der Party-People auf den Floors.

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